Damen 2

Nach acht gewonnenen Spielen in Folge wollen wir unsere Erfolgsserie fortsetzen. Nächster Gegner ist die HSG Kleenheim II. Die Mannschaft steht aktuell mit 14:16 Punkten im gesicherten Mittelfeld auf Platz 7 und besteht aus erfahrenen Spielerinnen ergänzt durch talentierte A-Jugendliche. Sie spielen einen körper-betonten Handball aus einer starken Abwehr heraus und verfügen über einen wurfgewaltigen Rückraum. Im Hinspiel haben wir nach schwachem Beginn am Ende nur knapp mit einem Tor verloren, waren aber personell nicht komplett angetreten. Unser Wunsch nach Verlegung wurde von den Kleenheimer Verantwortlichen nicht entsprochen, was seinerzeit eine gewisse Missstimmung erzeugt hat.

Die personelle Situation ist angespannt, aber wir haben genügend Qualität in der Mannschaft, um unsere Serie weiter auszubauen. Wir können jede Unterstützung gebrauchen.

Das Spiel findet am Sonntag, den 25.02.2018 um 17:00 Uhr in der Heinrich-Böll-Schule in Hattersheim statt.

TSG Eddersheim II siegt gegen klaren Aufstiegsfavoriten aus Wiesbaden.   22:23 (11:11)

Die Eddersheimerinnen waren mit einem kleinen aber hoch motivierten Kader in die Landeshauptstadt angereist, wusste man ja, dass man beim Hinspiel nur knapp gescheitert war. Die Anfangsphase gestalteten beide Teams offen, ob Treffer über die Außenpositionen, 7m- Treffer oder Eins-gegen-Eins Aktionen der Rückraumspieler, auf beiden Seiten zeigten sich die Akteure. In der 4.Minute konnten sich die Gäste auf zwei Tore absetzen und standen mit einer gut  parierenden Torfrau Nadine Ramp sicher in der Abwehr. Vor allem Sina Gottfried und Leo Kaufmann machten ihre Sache im Mittelblock hervorragend. In der 18.Minute ließen die Wiesbadenerinnen die Erfahrung durchblitzen. Durch Annika Hermenau und Oana Ciorba, beides erfahrene und wurfstarke  Spielerinnen, konnte der 2-Tore-Rückstand zum 8:8 egalisiert werden. Was Kaufmann dazu veranlasste, die grüne Karte zu legen und die Mannschaft an ihre Stärken zu erinnern. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit waren durch konsequente Abwehraktionen und 7m-Tore geprägt, sodass es mit einem zu diesem Zeitpunkt ausgeglichenen 11:11 in die Pause ging.

Auch in der zweiten Hälfte begannen beide Mannschaften motiviert: Die TSG legte zwei Tore vor und der Tabellenführer aus Wiesbaden musste nachziehen, in dieser Phase durch Oana Ciorba, mit der die Gäste ihre Probleme hatten.

Sina Gottfried, die an diesem Tag in der Abwehr als auch im Angriff ein Topspiel ablieferte, erhöhte den Abstand in der 40. Minute sogar auf 16:13. Das wiederum veranlasste die Gegenseite zum Legen der 1.Grünen Karte.

 Und die Auszeit zeigte Wirkung. Bei der TSG schlichen sich Nervosität und Ungenauigkeiten ein. Der ein oder andere Wurf verfehlte sein Ziel und man musste in Unterzahl agieren, sodass durch die Heimsieben in der 42. Minute wieder ausgleichen konnte.

Nun ging es in die entscheidenden letzten 15 Minuten und eben diese würden die Partie entscheiden. Die Eintracht ging durch ihre Schlüsselspielerin Annika Hermenau in dieser Phase mit 17:16 in Führung und der Ball wollte ein ums andere Mal nicht in die Maschen hinter einer starken Benita Latsch einschlagen. In den Köpfen der TSG’lerinnen machten sich alte Erinnerungen breit, hatte man im Hinspiel doch auch solange mitgespielt und dann doch verloren. Lisa Walter erlöste die Gäste dann mit einer Einzelaktion und glich so zum 17:17 aus. Doch Wiesbaden wollte den Sieg nun unbedingt und legte alles in die Waagschale, wieder war es Hermenau, die nicht zu stoppen war.

Henry Kaufmann legte eine Auszeit und machte die Mannschaft darauf aufmerksam, dass in dieser Phase vieles über die Hauptakteurin der Heimsieben laufen werde, da Magda Werer an diesem Spieltag nicht dabei war. Und es funktionierte. Mit tollem Einsatz und dem Willen, hier zu gewinnen, erzielte die TSG einen 3/0- Lauf, auch in der anschließenden Unterzahl spielte sich die TSG wieder einen zwei Tore Vorsprung heraus. Die Führung hatte Bestand bis zur 56.Minute., jedoch glich nochmals Oana Ciorba in der 58.Minute zum 22:22 aus. Jetzt hieß es geduldig im Angriff spielen, um zumindest einen Punkt zu sichern und eventuell kurz vor Abpfiff noch eine Chance heraus zu spielen. Die Uhr zeigte keine 30 Sekunden mehr an, als Lisa Walter sich ein Herz nahm und nur durch 7-Meterreifes Foul gestoppt werden konnte.

Sina Gottfried fühlte sich der Situation gewachsen und hielt dem Druck stand. Sie verwandelte den letzten Treffer dieser Partie zum glücklichen, aber verdienten 23:22 Sieg für Eddersheim.

Doch der Sieg wurde teuer bezahlt. Leonie Kaufmann wird für den Rest der Saison ebenso wie bereits Judith Büttner (beide Kreis) ausfallen. Sie verletzte sich während einer Abwehraktion die rechte Hand. Nach einer ärztlichen Diagnose am Sonntag wurde ein Mittelhandbruch diagnostiziert.

Es spielten: N.Ramp, M.Kirchner (beide Tor)

J.Rühl (6/5), S.Gottfried (5/1), R.Grünewald, L.Ullrich (je 4), L.Walter (2), A.Breitenfelder (1), L.Kaufmann (1), N.Walter,  J.Hampel

Nach dem Derbysieg gegen Goldstein geht es nach der Faschingspause nun in die entscheidende Phase der Saison. Start ist am Samstag, den 17.02. mit dem nächsten Derby und ist gleichzeitig das Spitzenspiel der Landesliga Mitte, HSG VFR/Eintracht Wiesbaden gegen TSG Eddersheim II. Hier trifft der bisher souveräne Tabellenführer zuhause auf die Nr. 3 der Liga.

„Das ist für uns das leichteste Spiel der Saison, beim Tabellenführer haben wir absolut nichts zu verlieren. Nach zuletzt 7 ungeschlagenen Partien können wir selbstbewusst auftreten und mit guter Vorbereitung und hoher Konzentration die Nr.1 herausfordern“, kommentiert Trainer Henry Kaufmann.

Bereits im Hinspiel hielten die Edderschmer die Partie lange Zeit offen (Halbzeit 13:13). In der zweiten Halbzeit konnten sich die Wiesbadenerinnen besonders durch die zweitliga-erfahrenen Spielerinnen A. Hermenau und M. Werer einen Vorsprung erarbeiten und am Ende mit 31:27 dominieren.

„Wir haben seit Oktober 2017 verstärkt an unserer Struktur gearbeitet, besonders in der Abwehr. Das konnte man gegen Goldstein deutlich erkennen“, so Kaufmann. Im Angriff erzielten die Eddersheimerinnen mit 381 Toren die dritt-meisten Ligatore mit einem Schnitt von 27 Toren pro Spiel.

Im der vergangenen Saison konnten die Damen 2 nach einem frühen 1:7-Rückstand noch einen Punkt aus Wiesbaden entführen, vielleicht gelingt das ja wieder.

Personell sieht es leider nicht so positiv aus. Nicht zur Verfügung stehen neben den Langzeitausfällen Laura Sherlock (Babypause), Alessa Thiel (Auslandsaufenthalt), Judith Büttner (Ellbogen), Sarah Bauer (Meniskus) aktuell auch Nadja Allendorf (krank). Wieder mit von der Partie ist die 16-jährige Torfrau Melissa Kirchner. „Uns fehlt inzwischen fast eine komplette Mannschaft! Trotzdem gehen wir optimistisch in das Spitzenspiel und wollen dem Tabellenführer so Paroli bieten. Schauen wir mal, wie lange uns das gelingt.“, sagt TSG Trainer Henry Kaufmann.

Das Spiel findet am Samstag, den 17.02.2018 um 15:30 Uhr in der Sporthalle Elsäßer Platz, Klarenthaler Straße in Wiesbaden statt.

 

Am vergangenen Mittwoch, den 31.01.2018 wurde um 20:00 Uhr zu ungewohnter Zeit das vorgezogene Spiel gegen die HSG Goldstein/Schwanheim angepfiffen. Das Spiel wurde aufgrund fehlender Torhüterrinnen zum ursprünglich geplanten Termin verlegt. Dank nochmal an die HSG für das Entgegenkommen. Trotz allem fanden einige Zuschauer ihren Weg in die Sporthalle im Karl-Eckel-Weg und sollten auch nicht enttäuscht werden, boten die beiden Teams in einem packenden Derby doch ein Spiel mit Nervenkitzel von der ersten bis in die letzte Spielminute!

Verantwortlich hierfür waren vor allem die beidseitig sehr gut arbeitenden Abwehrreihen, vor an diesem Tage wieder starken Torfrauen sowohl bei den Gästen aus dem Frankfurter Vorort wie auch bei den Hausherrinnen. Die erste, die den Ball zu Beginn des Spiels im Tor unterbringen konnte war die HSG-Rechtsaußen Melda Portakal - mit 5 Treffern sollte sie zudem erfolgreichste Werferin des Spiels werden. Die TSG-Mädels mussten sich beinah vier lange Minuten gedulden, bis ihrerseits der erste Treffer gelang - erhielten in dieser Zeit aber auch kein weiteres Gegentor. Dann aber war es wieder an den Gästen, die erneut einen Vorsprung herausspielten (Min. 04:36, 1:2 / Min. 07:40, 1:3 und Min. 12:01, 1:4), ehe Julia Hampel mit einem ansehnlichen Treffer den Lauf der Gäste unterbrach. Im Anschluss an den folgenden erfolglosen Angriff der Gäste nahm der TSG-Coach Henry Kaufmann das erste Team-Timeout um die Mädels besser auf die Schwierigkeiten im Angriff einzustellen. Zu viel Respekt, vor der Abwehr bzw. der HSG-Torfrau, schien sich in den Anfangsminuten des Spiels in den Köpfen der TSG-Mädels festgesetzt zu haben. Angeführt von Julia Hampel und Sarah Bauer konnte in den folgenden drei Minuten der nächste Ausgleich erzielt werden (Min. 14:45, 3:4 / Min. 16:56, 4:4). Siebeneinhalb Minuten waren die Gäste an der TSG Abwehr gescheitert, ehe Simone Schmidt der nächste Tor für ihre Mannschaft gelang (Min. 19:33, 4:5). Mit dem Treffer durch Annika Sauer gelang es den Gästen sich erneut auf zwei Tore abzusetzen. Nun aber kassierten die Gäste die erste Zeitstrafe des Spiels, was auch sogleich durch Rabea Grünewald bestraft wurde und der Anschlusstreffer war erzielt (Min. 21:57, 5:6). Kurz vor Ablauf der Zeitstrafe gelang den Gästen dann zwar erneut ein Treffer, aber in den folgenden Minuten sollte es dafür in der HSG-Abwehr mehr Möglichkeiten für das Angriffsspiel der TSG-Mädels geben. Jasmin Rühl zeigte sich erneut bei den Strafwürfen sicher (Min. 24:16, 6:7 und Min. 25:20, 7:7) und Julia Hampel bescherte mit ihrem dritten von insgesamt vier Treffern die erste Führung für die TSG-Damen (Min. 26:18, 8:7). Die Gäste glichen ihrerseits zwar im Anschluss wieder aus, doch erhielten wenige Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit erneut eine Zeitstrafe ausgesprochen. Die Überzahl wurde im Angriff gut genutzt und nach einem Doppelschlag von Lea Ullrich ging es beim Stand von 10:9 in die Pause. Leider verletzte sich unser Kapitän Sarah Bauer kurz vor der Halbzeit unglücklich am Knie und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

Die zweite Halbzeit lief bestmöglich für die TSG Mädels an, legten sie doch sogleich richtig los und präsentierten den Zuschauern einen 3:0-Lauf (Min. 33:11, 13:9). Erneut waren es mehr als siebeneinhalb Minuten, die die HSG-Damen benötigten ehe ihrerseits der nächste Treffer gelang (37:46, 13:10). Die vorangegangene Zeitstrafe war zudem durch die Gäste stark verteidigt worden und war ohne einen Gegentreffer überstanden worden. Anders als in der ersten Halbzeit hatte der HSG-Trainer Jens Wagner nun die Abwehr von der zuvor defensiven 6:0-Deckung auf 5:1 umgestellt. Dadurch entstanden nun für Leonie Kaufmann am Kreis etwas mehr Räume und obwohl durch eine eigene Zeitstrafe in Unterzahl gelang ihr der Treffer um sich erneut auf vier Tore abzusetzen (Min. 38:12, 14:10). Doch die Frankfurterinnen nahmen ihrerseits den Kampf auf und kamen dem Anschluss immer näher, konnten nur durch eine starke Siebenmeterparade von Nadine Ramp stoppt werden (Min. 42:22, 14:12). Da bereits wieder zu viele eigene Angriffe erfolglos geblieben waren nahm die TSG-Bank erneut das Team-Timeout (Min. 45:57), aber es sollten dennoch mehr als fünf lange Minuten dauern bis der Ball den Weg ins HSG-Gehäuse finden würde. Doch auch wenn den Gäste mit dem Tor durch Patricia Döppner der Anschlusstreffer gelang (Min. 47:10, 14:13) verloren die TSG-Mädels nicht den Kopf. Mit dem vierten von vier erfolgreichen Strafwürfen war wieder ein knapper Vorsprung hergestellt und trotz Unterzahl gelang Nicole Walter über Linksaußen sechs Minuten vor Ende des Spiels der Treffer zur 3-Toreführung (Min. 53:59, 16:13). Wer nun aber dachte damit wäre das Spiel in trockenen Tüchern begann kurz darauf das Zittern. Nach einer Zweiminuten Zeitstrafe gegen Lisa Walter legten die HSG-Damen den Turbo ein und verkürzten schnell auf nur ein Tor (Min. 55:17, 16:14 und Min. 55:58, 16:15). Doch dann war es wieder an Nicole Walter, die den Platz über Außen nutzte und zum 17:15 traf (Min. 57:58). Die Abwehr stand stabil und der Ball konnte gewonnen werden. Als Sina Gottfried nach einer 1:1-Aktion zum 18:15 einnetzte ging ein Ruck durch die Mannschaft, das Ziel die Punkte aus dieser Partie zu holen schien zum Greifen nahe. Doch die Gäste gaben nicht auf, erhielten im darauffolgenden Angriff einen Siebenmeter zugesprochen und im Tor untergebracht (Min. 59:11, 18:16). Um in der verbleibenden Zeit überhaupt noch was retten zu können schickte der HSG-Trainer alle nach vorne und tatsächlich konnte der Ball abgefangen und schnell abgeschlossen werden - nur noch 18 Sekunden auf der Uhr, 18:17. Kurz nach dem Anpfiff legte Henry Kaufmann die verbliebene Grüne Karte und es wurde sich darauf eingeschworen den Ball nicht noch einmal herzugeben. Es folgten hektische Ballwechsel, aber tatsächlich konnte der Ball in der eigenen Reihe gehalten werden und mit dem Ertönen der Schlusssirene brach bei den TSG-Mädels der Jubel aus!!!

Es spielten: N.Ramp (1.-60. Minute) M.Kirchner (1 Siebenmeter); J.Hampel (4), J.Rühl (4/4), S.Gottfried, L.Ullrich, N.Walter (je 2), S.Bauer, R.Grünewald, L.Kaufmann, L.Walter (je 1), N.Allendorf, L.Frantzke

Flörsheimer Str. 43 | 65795 Hattersheim

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