TV Idstein : TSG Eddersheim 28:23 (11:16)

Nachdem sich bereits das Hinspiel in heimischer Halle sehr eng gestaltet hatte und damals die Eddersheimer Damen II das Spiel erst in den letzten zwei Minuten mit einem klasse Endspurt hatten für sich entscheiden können, war man eigentlich vorgewarnt gewesen. Doch es gibt Tage, da reicht alle Vorbereitung und Absprache nicht, wenn man es nicht schafft, dies eben auf dem Parkett umgesetzt zu bekommen. Zudem wollten die Idsteinerinnen in heimischer Halle natürlich alles dafür tun, um sich für das Hinspiel zu revanchieren und mit Blick auf die aktuelle Tabelle zeigt sich, dass es für die Teams in der unteren Hälfte der Tabelle um jeden Punkt geht, um möglichst nicht auf einen der Abstiegsplätze zu rutschen.

 

Der Start in die Partie verlief ausgeglichen (2:3, Min. 8:15), doch da bereits früh sonst sicher genutzte Chancen im eigenen Angriff liegen gelassen wurden konnten sich die Gastgeberinnen erstmals eine knappe Führung rausspielen. Doch die TSG Mädels steckten nicht auf und stellten durch den Treffer von Judith zum 7:7 (Min. 17:35) zunächst wieder den Ausgleich her. Das Team-Timeout von Idstein rüttelte das Heimteam wach, doch wurden die angetriebenen, aggressiven Abwehraktionen durch zwei knapp aufeinander folgenden 2-Minutenstrafen geahndet (Min. 18:47 und Min. 19:16). Die Führung sollte innerhalb der ersten Halbzeit nun auch nicht mehr wechseln. Kurios hingegen die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte: nachdem Idsteins Trainerin Yvonne Thon zunächst die Gelbe Karte und direkt darauf 2-Minuten bekam (Min. 25:40) erhielt sie zwei Minuten später die rote Karte und die Trainerin wurde somit für den Rest der Partie auf die Zuschauertribüne verband. Davon unbeeindruckt bauten die TSG Mädels ihre Führung bis zur Pause auf 11:16 aus.

Dann aber kam der unerklärliche Einbruch in Halbzeit zwei. Kamen gegen Ende der ersten Hälfte noch die flinken Rückraumspielerinnen Rabea und Sandra durch sehenswerte Einzelaktionen schwungvoll zu eigenen Torabschlüssen oder zogen Strafwürfe nach sich, die Leonie allesamt nervenstark verwandelte, hatte sich die Abwehr der Gastgeberinnen nun besser auf das gegnerische Angriffsspiel eingestellt. Nach dem 11:17 (Min. 32:30) sollten nun in den eigenen Angriffen die zündenden Ideen fehlen und lange Zeit nichts mehr funktionieren. Als wäre das nicht bereits genug brachten zwei knapp aufeinanderfolgenden 2-Minutenstrafen (Min. 36:35 und 38:46) die TSG Mädels zusätzlich aus dem Tritt. Die beiden Unterzahlsituationen waren mit nur einem Tor der Gastgeberinnen noch gut verwaltet worden, aber nach dem Team-Timeout der TSG waren es die Idsteinerinnen, die den 15:17-Rückstand drehten und bis zum zweiten (!) TSG-Treffer der zweiten Hälfte selbst in Führung gingen (20:18, Min. 47:50). Auch der folgende Anschlusstreffer durch einen gewaltigen Rückraumwurf durch Sina sollte nicht dazu führen das die Eddschmerinnen die Partie nochmal gedreht bekamen. Mit ihrem neunten von insgesamt zehn Treffern stellte Martina Ruchti im darauffolgenden Angriff wieder die 2-Toreführung für ihr Team her. In ihrem anschließenden Team-Timeout schworen sich die Idsteinerinnen nochmals auf die verbleibenden Spielminuten ein und zeigten auch bei dem letzten Versuch der TSG, durch eine offensive Deckung möglichst den Gegner unter Druck zu setzten und nochmal schnell an den Ball zu kommen, Nerven und gewannen somit am Ende verdient mit 28:23.

Es spielten: L.Kuptschitsch, N.Ramp; L.Kaufmann (8/6), S.Gottfried, (4), A.Breitenfelder, J.Büttner, S.Reitmeier, J.Rühl, L.Walter (je 2), R.Grünewald (1), N.Walter