Bereits im zweiten Heimspiel kam es zum ersten Derby in der neuen Saison. Und das Spiel machte einem Derby alle Ehre. Die Idsteinerinnen begannen nach dem anfänglichen Stand von 2:2 wie die Feuerwehr und konnten sich bis zur 8. Minute auf 2:6 davonziehen. Unsere Mädels fanden in der Abwehr noch keinen Zugriff auf die spielstarken Idsteiner, die immer wieder die entstehenden Lücken nutzten. Besonders der Idsteiner Rückraum mit den erfahrenen Spielerinnen Amelie Amstutz und Martina Ruchti war einige Male zu schnell für unsere löchrige Abwehr. So war bereits in Minute 11 beim Stand von 3:7 die erste Eddersheimer Auszeit fällig. Es erfolgte eine Umstellung auf eine offensivere Abwehr, wodurch wir aktiver auf den Beinen wurden und den Idsteinern den einen oder anderen Ball klauen konnten. Leider haperte es in dieser Phase noch an unserer Chancenverwertung und so lagen die Idsteiner immer mit mindestens 3 Toren vorne (5:10/17. Minute; 9:12/28. Minute) Das Spiel ging hin und her und auch die Chance auf eine Ergebnisverbesserung vor der Halbzeit wurde leichtfertig verspielt: Statt kurz vor der Pause beim Stand von 9:12 noch ein Tor zu machen, wurde der Ball verschenkt und Idstein konnte selbst noch zum Zuge kommen – so wurden beim Stand von 9:13 die Seiten gewechselt. Die Halbzeitansprache war klar: Mehr Kampf und Einsatz zeigen, in der Abwehr weiterhin aktiv arbeiten und Verantwortung übernehmen und im Angriff cleverer durchsetzen und konzentrierter abschließen.

Vor allem aber war es uns wichtig, nicht den Kopf hängen zu lassen und in Halbzeit 2 weiter zu kämpfen, denn die Minuten nach der Halbzeit sind oft ausschlaggebend für den gesamten weiteren Spielverlauf. Und diese 2. Halbzeit hatte es in sich! Die angesagten Änderungen wurden umgesetzt und unsere Damen starteten furios mit einem 3:0 – Lauf. Beim Stand von 12:13 in der 34. Minute legte TVI-Trainerin Yvonne Thon die Grüne Karte. Doch die Eddersheimerinnen kämpften weiter und in der 39. Minute erzielte Rabea Grünewald erstmals wieder den Ausgleich. Die Spannung stieg und dadurch schlichen sich auf unserer Seite auch wieder vermehrt Fehler ins Spiel. Das und eine 2 Minuten Strafe für Sina Gottfried nutze Idstein, um wieder auf 14:16 zu erhöhen. Doch dadurch wurde wieder der Kampfgeist der Mädels geweckt! Die nächsten 4 Tore auf Eddersheimer Seite waren Jasmin Rühl vorbehalten – mit einem Tor aus dem Spiel und weiteren 3 nervenstark vom 7-Meter-Punkt glich sie die Partie in der 51. Minute zum 18:18 aus. Und in Minute 52 war es dann endlich soweit - die in Abwehr und Angriff unermüdlich kämpfende Leonie Kaufmann erzielte mit ihrem 6. Tor die erste Eddersheimer Führung des gesamten Spiels zum 19:18! Grund für Idstein, erneut die Grüne Karte zu ziehen. Doch die Auszeit nutzen auch die Eddersheimer, um sich nochmal einzuschwören und Kraft zu sammeln und so erhöhten Jasmin und Sina auf 21:19. Doch auch Idstein kämpfte weiter und glich in der 57. Minute nochmals zum 21:21 aus. Aber die Eddersheimer Mädels gaben zum Ende hin nochmal alles und wollten sich den Derbysieg nicht nehmen lassen – durch eine starke Abwehrleistung, 2 Tore durch Sina und 1 durch Rabea konnten wir den 24:21 Sieg nachhause holen.

Die Erleichterung bei allen Spielerinnen war groß, lag man doch am Anfang schnell mit 5 Toren hinten. Doch der Wille und die Motivation auf Seiten der Eddersheimer Mädels war an diesem Tag der Schlüssel zum Erfolg und insbesondere die aggressive und kämpferische Abwehr gegen einen starken Idsteiner Angriff war an diesem Tag ausschlaggebend für den Derbysieg. Garant für den Erfolg war die starke Teamleistung – angefangen bei den Torhüterinnen Nadine und Lena, die sich gut abwechselten und beide starke Paraden zeigten. Die Kreisläuferinnen Judith und Leonie gaben sowohl in der Abwehr als auch im Angriff alles, kämpften bis zur letzten Sekunde. Und auch wir haben einen starken Rückraum – Rabea, die im 1:1 kaum zu halten ist und Sina, die trotz ein paar Schwierigkeiten nie aufgegeben und zum Schluss sehr wichtige Tore gemacht hat. Außerdem Spielmacherin Lisa Walter, die von der Mitte aus alle Aktionen initiiert und ihren Mitspielerinnen dadurch die nötige Sicherheit gibt und sie gekonnt in Szene setzt, und unsere schnellen Außen Nicole und Anni, die immer wieder die Ersten vorne sind, auch wenn sie nicht immer den Ball bekommen. Sau stark Mädels!

Kommenden Sonntag, den 04.11., sind wir um 16 Uhr Gast bei der FSG Vortaunus. Wir wollen das Spiel nutzen, um unsere schlechte Bilanz der bisherigen Auswärtsspiele zu widerlegen und endlich auch in fremder Halle wieder 2 Punkte einfahren. Die gegnerische Mannschaft hat sich im Gegensatz zu den letzten Jahren stark verändert. Es erwartet uns eine bunte Mischung aus Neuzugängen und jungen Spielerinnen. Doch wir schauen lieber auf uns selbst und wollen das Spiel gewinnen, indem wir uns auf unsere Stärken besinnen und zeigen, was wir können. 

Es spielten: Lena Kuptschitsch, Nadine Ramp, Jasmin Rühl 7/6, Leonie Kaufmann 6, Sina Gottfried 5, Nicole Walter 3,  Rabea Grünewald 2, Judith Büttner 1, Annika Breitenfelder, Lisa Walter, Sandra Reitmeier, Janina Braun.

Auch im zweiten Auswärtsspiel verließen unsere TSG Damen II nach 60 Minuten Kampf die Halle leider erneut ohne weitere Punkte auf der Habenseite. Somit bleibt man zunächst in der unteren Tabellenhälfte stehen, allerdings hat die Runde bekanntlich ja erst begonnen.

Von Beginn an stellte die robuste Abwehrarbeit von Leihgestern die TSG-Mädels vor eine Herausforderung. Zwar war bereits die Woche über im Training besprochen worden, was in Linden auf sie zukommen würde und mit welchen Mitteln die Abwehr zu überwinden sei, doch sollte es anfangs dennoch nicht so recht funktionieren. Nach einem Doppelpack von Michelle Heller und bereits knapp vier Minuten absolvierter Spielzeit gelang der erste Treffer durch Nicole Walter (2:1, Min. 03:56). Doch der Knoten sollte noch nicht platzen - nach einem verwandelten Siebenmeter ließen die nächsten Minuten die Hausherrinnen erneut lange keinen weiteren Gegentreffer zu, bis schließlich nach sechs langen torlosen Minuten Lisa Walter zum 5:3 traf (Min. 12:02). Um die TSG-Mädels nochmal besser auf die anstehende Aufgabe einzuschwören wurde kurze Zeit später das Time-Timeout gewählt. Dank einer hervorragenden Abwehr- plus Torwartleistung und nun besserem Angriffsspiel wurde der Vorsprung nach und nach verringert und gar bei knapp 10 Minuten Restspielzeit in Halbzeit eins der Anschlusstreffer erzielt (8:7, Min. 20:03). Auch wenn zunächst wieder Leihgestern mit zwei weiteren Treffern den Vorsprung erneut ausbaute war nun klar, dass man in Schlagdistanz war und so kämpfte man sich erneut Tor um Tor ran, bis Leonie Kaufmann der Ausgleich zum 11:11 gelang (Min. 26:56). Zur Halbzeit ging es mit einem knappen Rückstand von 13:12 in die Pause.

Den besseren Start hatten nach Wiederanpfiff wie schon in Halbzeit eins Leihgestern, doch legten die TSG-Mädels diesmal auch sogleich nach und waren nach dem Tor durch Rabea Grünewald wieder dran (15:14, Min. 34:03). Gewarnt durch den erneuten Anschlusstreffer agierte die Abwehr der Gastgeberinne nun noch körperbetonter als ohnehin schon und das Angriffsspiel der Eddschmer Damen kam erneut ins Stocken. Um den Gegner nun seinerseits aus dem Rhythmus zu bringen und die Mädels besser auf die verbleibenden Minuten einzustellen, nahm die TSG-Bank erneut ein Team-Timeout (Min. 43:10, 18:15). Dies gab aber natürlich auch Leihgestern die Möglichkeit an der einen oder anderen Stellschraube zu ziehen. War sie bis dahin in Halbzeit eins mit nur einem Treffer dabei drehte nun Leihgesterns Kristin Steinhaus so richtig auf. Durch ihre Wurfgewalt aus der zweiten Reihe sorgte sie mit ihren insgesamt 7 Treffern maßgeblich für erfolgreiche Angriffe. Auch Annika Friedrich steuerte in der letzten Viertelstunde mit 4 ihrer insgesamt 6 Treffer zum erfolgreichen Angriffsspiel entscheidend bei. Die Eddschmer Damen kämpften ihrerseits die verbleibenden Minuten auch noch mehr und suchten die Lücken in der Abwehr, so dass es drei Siebenmeter nach sich zog. Alle Strafwürfe wurden nervenstark verwandelt und beim Stand von 21:20 (Min. 52:25) war die Frage, welches Team das Momentum auf seiner Seite haben würde. Leihgestern behielt die Nerven, während auf Seiten der TSG es stetig unruhiger wurde und nachdem trotz vorrangegangener Verwarnung eine 2-Minutenstrafe kassiert worden war, spielten die Gastgeberinnen es clever zu Ende. Beim Ertönen der Schlusssirene zeigte die Anzeigetafel das Endergebnis von 27:22.

Es spielten: N.Ramp (1.-43. Minute), L.Kuptschitsch (43.-60. Minute); J.Rühl (9/6), L.Kaufmann (4/1), L.Walter, N.Walter (je 3), R.Grünewald (2), J.Büttner (1), J.Braun, A.Breitenfelder, S.Gottfried, S.Reitmeier, L.Ullrich

Im ersten Heimspiel haben wir die ersten Punkte eingefahren. Gegen den Aufsteiger von der HSG Anspach/Usingen haben wir einen ungefährdeten 22:19 Sieg gelandet, der um einige Tore zu niedrig ausgefallen ist. Nach starkem Beginn gegen die überraschend offensive 4:2 Deckung hat unsere Startsieben mit gutem Kombinationsspiel und viel Bewegung schnell eine komfortable 7:3 Führung erspielt (12. Min.). Leider haben wir es anschließend versäumt, den Vorsprung auszubauen und uns von der passiven Spielweise des Gegners einschläfern lassen. So sind wir mit einem 4-Tore Vorsprung in die Pause gegangen.

Den Anfang der 2. Halbzeit haben wir dann komplett verschlafen. Nach einer zweifelhaften 2-Min. Strafe für Lisa Walter konnte der Gegner bis auf 13:12 verkürzen. Das war dann doch zu viel des Guten gegen einen harmlosen Gegner und durch die Mannschaft ging jetzt ein Ruck. Die folgenden 10 Minuten zeigte die Mannschaft, was in ihr steckt. Mit Dynamik, gelungenen Kombinationen und Siegeswillen legte sie einen 8:2 Zwischenspurt bis zur 45. Minute ein und baute die Führung auf 21:14 aus. Damit war das Spiel entschieden. Das sah einer der Schiedsrichter offenbar etwas anders und  verhängte  in kurzer Folge drei zweifelhafte Zeitstrafen und disqualifizierte Lisa nach der 3. Zeitstrafe. Damit wurde der Spielfluss entscheidend gestört und die letzten 3 Tore blieben dem Gegner vorbehalten, der somit auf 22.19 verkürzen konnte.

Letztendlich ein Arbeitssieg gegen einen Gegner, der von Anfang an am Rande des Zeitspiels agierte, was leider von den Schiedsrichtern nicht entsprechend geahndet wurde.

Positiv zu bemerken waren unsere positiven Tempophasen, auch unterstützt durch gelungene Torwart-Aktionen, gutes Kombinationsspiel und zeitweise super Dynamik in der 2. Welle. Großes Lob auch an unsere Torfrauen für drei gehaltene 7 Meter! Negativ erwähnen müssen wir die „Durchhänger“ in Form von unkonzentrierten Aktionen und die mangelnde Cleverness in der Abwehr gegen einen harmlosen Gegner.

Es spielten: Lena Kuptschitsch (1.HZ), Nadine Ramp (2.HZ), Leonie Kaufmann 5/1, Sina Gottfried 4, Annika Breitenfelder 3, Jasmin Rühl 3/1, Lea Ullrich 2, Lisa Walter 2, Nicole Walter 2, Rabea Grünewald 1, Judith Büttner, Sandra Reitmeier, Janina Braun

Am Samstag, den 20.10. führt uns unser Weg nach Linden. Dort spielen wir um 18:00 Uhr gegen den Meisterschaftsfavoriten TSG Leihgestern. Der Aufsteiger und ungeschlagene Meister der BOL Giessen hat sich bereits im letzten Jahr enorm verstärkt und ist für sein Tempospiel bekannt. Wir reisen bis auf Sarah Bauer in Bestbesetzung an und werden herausfinden, was wir im 2. Auswärtsspiel erreichen können.

Unser erster Heimgegner hat souverän mit nur 3 Niederlagen die Meisterschaft in der BOL gewonnen und ist verdient in die Landesliga aufgestiegen. Trainer Ralf Kern ist ein sehr erfahrener Übungsleiter und trainierte vor den Anspacher Damen die Männer der HSG Goldstein/Schwanheim und die Frauen der TG Schwanheim (vor Bildung der Spielgemeinschaft mit Goldstein) sowie die TuS Horchheim. Mit DJK/MJC Trier, HSV Sobernheim und BTB Aachen hat der B-Lizenzinhaber zudem schon bei höherklassigen Frauenteams gewirkt. Handball spielte Kern früher selbst in der 2. Bundesliga für die HSG Römerwall und TuRu Düsseldorf.

Die Mannschaft präsentierte sich über die gesamte letzte Saison hinweg als ausgeglichen und kampfstark und hatte mit Nadine Köll eine der Top Torschützin der Liga.

Die Eddschmer Damen 2 haben die kurze Spielpause intensiv genutzt u.a. mit einem Sieg im Testspiel gegen die TGB Darmstadt (29:19). „Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf das erste Heimspiel“, ist Henry Kaufmann positiv gestimmt. „Wir werden den Gegner nicht unterschätzen und von Anfang an mit vollem Einsatz und  Konzentration spielen“, nimmt der Trainer die Aufgabe ernst.

Spielbeginn ist um 19:00 Uhr in der Sporthalle Karl-Eckel-Weg und wir freuen uns über jeden Zuschauer.