Zeitweise mit zu wenig Durchschlagskraft gegen eine starke Abwehr

Auch im zweiten Auswärtsspiel verließen unsere TSG Damen II nach 60 Minuten Kampf die Halle leider erneut ohne weitere Punkte auf der Habenseite. Somit bleibt man zunächst in der unteren Tabellenhälfte stehen, allerdings hat die Runde bekanntlich ja erst begonnen.

Von Beginn an stellte die robuste Abwehrarbeit von Leihgestern die TSG-Mädels vor eine Herausforderung. Zwar war bereits die Woche über im Training besprochen worden, was in Linden auf sie zukommen würde und mit welchen Mitteln die Abwehr zu überwinden sei, doch sollte es anfangs dennoch nicht so recht funktionieren. Nach einem Doppelpack von Michelle Heller und bereits knapp vier Minuten absolvierter Spielzeit gelang der erste Treffer durch Nicole Walter (2:1, Min. 03:56). Doch der Knoten sollte noch nicht platzen – nach einem verwandelten Siebenmeter ließen die nächsten Minuten die Hausherrinnen erneut lange keinen weiteren Gegentreffer zu, bis schließlich nach sechs langen torlosen Minuten Lisa Walter zum 5:3 traf (Min. 12:02). Um die TSG-Mädels nochmal besser auf die anstehende Aufgabe einzuschwören wurde kurze Zeit später das Time-Timeout gewählt. Dank einer hervorragenden Abwehr- plus Torwartleistung und nun besserem Angriffsspiel wurde der Vorsprung nach und nach verringert und gar bei knapp 10 Minuten Restspielzeit in Halbzeit eins der Anschlusstreffer erzielt (8:7, Min. 20:03). Auch wenn zunächst wieder Leihgestern mit zwei weiteren Treffern den Vorsprung erneut ausbaute war nun klar, dass man in Schlagdistanz war und so kämpfte man sich erneut Tor um Tor ran, bis Leonie Kaufmann der Ausgleich zum 11:11 gelang (Min. 26:56). Zur Halbzeit ging es mit einem knappen Rückstand von 13:12 in die Pause.

Den besseren Start hatten nach Wiederanpfiff wie schon in Halbzeit eins Leihgestern, doch legten die TSG-Mädels diesmal auch sogleich nach und waren nach dem Tor durch Rabea Grünewald wieder dran (15:14, Min. 34:03). Gewarnt durch den erneuten Anschlusstreffer agierte die Abwehr der Gastgeberinne nun noch körperbetonter als ohnehin schon und das Angriffsspiel der Eddschmer Damen kam erneut ins Stocken. Um den Gegner nun seinerseits aus dem Rhythmus zu bringen und die Mädels besser auf die verbleibenden Minuten einzustellen, nahm die TSG-Bank erneut ein Team-Timeout (Min. 43:10, 18:15). Dies gab aber natürlich auch Leihgestern die Möglichkeit an der einen oder anderen Stellschraube zu ziehen. War sie bis dahin in Halbzeit eins mit nur einem Treffer dabei drehte nun Leihgesterns Kristin Steinhaus so richtig auf. Durch ihre Wurfgewalt aus der zweiten Reihe sorgte sie mit ihren insgesamt 7 Treffern maßgeblich für erfolgreiche Angriffe. Auch Annika Friedrich steuerte in der letzten Viertelstunde mit 4 ihrer insgesamt 6 Treffer zum erfolgreichen Angriffsspiel entscheidend bei. Die Eddschmer Damen kämpften ihrerseits die verbleibenden Minuten auch noch mehr und suchten die Lücken in der Abwehr, so dass es drei Siebenmeter nach sich zog. Alle Strafwürfe wurden nervenstark verwandelt und beim Stand von 21:20 (Min. 52:25) war die Frage, welches Team das Momentum auf seiner Seite haben würde. Leihgestern behielt die Nerven, während auf Seiten der TSG es stetig unruhiger wurde und nachdem trotz vorrangegangener Verwarnung eine 2-Minutenstrafe kassiert worden war, spielten die Gastgeberinnen es clever zu Ende. Beim Ertönen der Schlusssirene zeigte die Anzeigetafel das Endergebnis von 27:22.

Es spielten: N.Ramp (1.-43. Minute), L.Kuptschitsch (43.-60. Minute); J.Rühl (9/6), L.Kaufmann (4/1), L.Walter, N.Walter (je 3), R.Grünewald (2), J.Büttner (1), J.Braun, A.Breitenfelder, S.Gottfried, S.Reitmeier, L.Ullrich

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