Damen 2

Anders als sonst hieß die Spielstätte des vergangenen Sonntags Heinrich-Böll-Schule statt Karl-Eckel-Weg. Das sollte sich aber keineswegs auf das Spiel der Damen II auswirken. Pünktlich um 17:00 Uhr wurde die Partie gegen die aus dem Gießener Landkreis angereiste HSG Kleenheim II angepfiffen. Zwar präsentierten die Gäste durchaus eine vollbesetzte Bank, doch mussten sie aufgrund einiger Ausfälle auf Unterstützung aus ihrer 3. Mannschaft zurückgreifen. Aber auch bei den Gastgeberinnen mussten einige personelle Ausfälle erstmal kompensiert werden. Julia Hampel gab ihr Debut über 60 Minuten am Kreis - beide „gelernte Kreisläufer“ können aufgrund ihrer Verletzungen aktuell nicht direkt ins Spielgeschehen mit eingreifen - und rückte zudem in der Abwehr in den zentralen Mittelblock.

Die Abwehr stand von Beginn an sicher und erschwerte es den Gästen ihre Angriffe erfolgreich abzuschließen. Zu oft wurde versucht der Ball an einen der beiden Kreisläufer zu spielen, aber die Deckung war darauf eingestellt und konnte diese Anspiele gut unterbinden. Ging doch mal ein Ball durch musste dieser zunächst mal an der Torfrau Nadine Ramp vorbei, die erneut ein gutes Spiel machte. Gleich zu Beginn setzten sich die Eddschmer Mädels etwas ab, mit dem Treffer von Julia Hampel über den Kreis war nach knapp 4 Minuten eine 3:0-Führung herausgespielt. Nachdem Kleenheim etwas verkürzen konnte (Min. 09:12, 4:2) steigerten sich der TSG-Angriff und erspielte sich ein gutes Polster (Min. 26:14, 12:4). Dann aber wurde im Angriff nicht mehr konzentriert und konsequent genug abgeschlossen und ermöglichte es den Gästen das Ergebnis zur Halbzeit etwas ausgeglichener zu gestalten. Beim Stand von 12:7 ging es in die Pause. 

Nach dem Wiederanpfiff waren es zwei sehenswerte Würfe aus zweiter Reihe von Sina Gottfried, die den Vorsprung weiter ausbauten (Min. 32:49, 14:8). Die folgenden 10 Minuten konnten die Eddschmer Mädels den Vorsprung zwar halten, doch schlichen sich im Angriffsspiel unnötige Unsicherheiten und technische Fehler ein, so dass die TSG-Bank auf ein Team-Timeout entschied (Min. 40:32, 17:12). Doch anders als geplant liefen die folgenden Spielminuten zugunsten der Gäste. Einzig über die Schnelligkeit im Tempogegenstoß von Lea Ullrich und durch eine 1:1-Aktion von Lisa Walter konnten zwei weitere Tore erzielt werden. Da Kleenheim aber mittlerweile bis auf 3 Tore verkürzt hatte wählten die TSG-Coachs erneut das Time-Timeout (Min. 48:06, 19:16). Hinten fand man nun wieder zu gewohnter Stabilität zurück und ein ums andere Mal wurde der gewonnene Ball weit nach vorne gepasst und von Lea Ullrich sicher im Tor untergebracht - mit insgesamt 6 Treffern war sie somit auch die Spielerin mit den meisten Feldtoren der Partie. Nach 60 Minuten ging das Spiel verdientermaßen 24:19 gewonnen.

Es spielten: N.Ramp (1.-60. Minute), H.Soylu (1 Siebenmeter); J.Rühl (8/7), L.Ullrich (6), S.Gottfried (4), R.Grünewald (3), J.Hampel, L. Walter, N. Walter (je 1), N. Allendorff, A.Breitenfelder, L.Frantzke

Nach acht gewonnenen Spielen in Folge wollen wir unsere Erfolgsserie fortsetzen. Nächster Gegner ist die HSG Kleenheim II. Die Mannschaft steht aktuell mit 14:16 Punkten im gesicherten Mittelfeld auf Platz 7 und besteht aus erfahrenen Spielerinnen ergänzt durch talentierte A-Jugendliche. Sie spielen einen körper-betonten Handball aus einer starken Abwehr heraus und verfügen über einen wurfgewaltigen Rückraum. Im Hinspiel haben wir nach schwachem Beginn am Ende nur knapp mit einem Tor verloren, waren aber personell nicht komplett angetreten. Unser Wunsch nach Verlegung wurde von den Kleenheimer Verantwortlichen nicht entsprochen, was seinerzeit eine gewisse Missstimmung erzeugt hat.

Die personelle Situation ist angespannt, aber wir haben genügend Qualität in der Mannschaft, um unsere Serie weiter auszubauen. Wir können jede Unterstützung gebrauchen.

Das Spiel findet am Sonntag, den 25.02.2018 um 17:00 Uhr in der Heinrich-Böll-Schule in Hattersheim statt.

TSG Eddersheim II siegt gegen klaren Aufstiegsfavoriten aus Wiesbaden.   22:23 (11:11)

Die Eddersheimerinnen waren mit einem kleinen aber hoch motivierten Kader in die Landeshauptstadt angereist, wusste man ja, dass man beim Hinspiel nur knapp gescheitert war. Die Anfangsphase gestalteten beide Teams offen, ob Treffer über die Außenpositionen, 7m- Treffer oder Eins-gegen-Eins Aktionen der Rückraumspieler, auf beiden Seiten zeigten sich die Akteure. In der 4.Minute konnten sich die Gäste auf zwei Tore absetzen und standen mit einer gut  parierenden Torfrau Nadine Ramp sicher in der Abwehr. Vor allem Sina Gottfried und Leo Kaufmann machten ihre Sache im Mittelblock hervorragend. In der 18.Minute ließen die Wiesbadenerinnen die Erfahrung durchblitzen. Durch Annika Hermenau und Oana Ciorba, beides erfahrene und wurfstarke  Spielerinnen, konnte der 2-Tore-Rückstand zum 8:8 egalisiert werden. Was Kaufmann dazu veranlasste, die grüne Karte zu legen und die Mannschaft an ihre Stärken zu erinnern. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit waren durch konsequente Abwehraktionen und 7m-Tore geprägt, sodass es mit einem zu diesem Zeitpunkt ausgeglichenen 11:11 in die Pause ging.

Auch in der zweiten Hälfte begannen beide Mannschaften motiviert: Die TSG legte zwei Tore vor und der Tabellenführer aus Wiesbaden musste nachziehen, in dieser Phase durch Oana Ciorba, mit der die Gäste ihre Probleme hatten.

Sina Gottfried, die an diesem Tag in der Abwehr als auch im Angriff ein Topspiel ablieferte, erhöhte den Abstand in der 40. Minute sogar auf 16:13. Das wiederum veranlasste die Gegenseite zum Legen der 1.Grünen Karte.

 Und die Auszeit zeigte Wirkung. Bei der TSG schlichen sich Nervosität und Ungenauigkeiten ein. Der ein oder andere Wurf verfehlte sein Ziel und man musste in Unterzahl agieren, sodass durch die Heimsieben in der 42. Minute wieder ausgleichen konnte.

Nun ging es in die entscheidenden letzten 15 Minuten und eben diese würden die Partie entscheiden. Die Eintracht ging durch ihre Schlüsselspielerin Annika Hermenau in dieser Phase mit 17:16 in Führung und der Ball wollte ein ums andere Mal nicht in die Maschen hinter einer starken Benita Latsch einschlagen. In den Köpfen der TSG’lerinnen machten sich alte Erinnerungen breit, hatte man im Hinspiel doch auch solange mitgespielt und dann doch verloren. Lisa Walter erlöste die Gäste dann mit einer Einzelaktion und glich so zum 17:17 aus. Doch Wiesbaden wollte den Sieg nun unbedingt und legte alles in die Waagschale, wieder war es Hermenau, die nicht zu stoppen war.

Henry Kaufmann legte eine Auszeit und machte die Mannschaft darauf aufmerksam, dass in dieser Phase vieles über die Hauptakteurin der Heimsieben laufen werde, da Magda Werer an diesem Spieltag nicht dabei war. Und es funktionierte. Mit tollem Einsatz und dem Willen, hier zu gewinnen, erzielte die TSG einen 3/0- Lauf, auch in der anschließenden Unterzahl spielte sich die TSG wieder einen zwei Tore Vorsprung heraus. Die Führung hatte Bestand bis zur 56.Minute., jedoch glich nochmals Oana Ciorba in der 58.Minute zum 22:22 aus. Jetzt hieß es geduldig im Angriff spielen, um zumindest einen Punkt zu sichern und eventuell kurz vor Abpfiff noch eine Chance heraus zu spielen. Die Uhr zeigte keine 30 Sekunden mehr an, als Lisa Walter sich ein Herz nahm und nur durch 7-Meterreifes Foul gestoppt werden konnte.

Sina Gottfried fühlte sich der Situation gewachsen und hielt dem Druck stand. Sie verwandelte den letzten Treffer dieser Partie zum glücklichen, aber verdienten 23:22 Sieg für Eddersheim.

Doch der Sieg wurde teuer bezahlt. Leonie Kaufmann wird für den Rest der Saison ebenso wie bereits Judith Büttner (beide Kreis) ausfallen. Sie verletzte sich während einer Abwehraktion die rechte Hand. Nach einer ärztlichen Diagnose am Sonntag wurde ein Mittelhandbruch diagnostiziert.

Es spielten: N.Ramp, M.Kirchner (beide Tor)

J.Rühl (6/5), S.Gottfried (5/1), R.Grünewald, L.Ullrich (je 4), L.Walter (2), A.Breitenfelder (1), L.Kaufmann (1), N.Walter,  J.Hampel

Nach dem Derbysieg gegen Goldstein geht es nach der Faschingspause nun in die entscheidende Phase der Saison. Start ist am Samstag, den 17.02. mit dem nächsten Derby und ist gleichzeitig das Spitzenspiel der Landesliga Mitte, HSG VFR/Eintracht Wiesbaden gegen TSG Eddersheim II. Hier trifft der bisher souveräne Tabellenführer zuhause auf die Nr. 3 der Liga.

„Das ist für uns das leichteste Spiel der Saison, beim Tabellenführer haben wir absolut nichts zu verlieren. Nach zuletzt 7 ungeschlagenen Partien können wir selbstbewusst auftreten und mit guter Vorbereitung und hoher Konzentration die Nr.1 herausfordern“, kommentiert Trainer Henry Kaufmann.

Bereits im Hinspiel hielten die Edderschmer die Partie lange Zeit offen (Halbzeit 13:13). In der zweiten Halbzeit konnten sich die Wiesbadenerinnen besonders durch die zweitliga-erfahrenen Spielerinnen A. Hermenau und M. Werer einen Vorsprung erarbeiten und am Ende mit 31:27 dominieren.

„Wir haben seit Oktober 2017 verstärkt an unserer Struktur gearbeitet, besonders in der Abwehr. Das konnte man gegen Goldstein deutlich erkennen“, so Kaufmann. Im Angriff erzielten die Eddersheimerinnen mit 381 Toren die dritt-meisten Ligatore mit einem Schnitt von 27 Toren pro Spiel.

Im der vergangenen Saison konnten die Damen 2 nach einem frühen 1:7-Rückstand noch einen Punkt aus Wiesbaden entführen, vielleicht gelingt das ja wieder.

Personell sieht es leider nicht so positiv aus. Nicht zur Verfügung stehen neben den Langzeitausfällen Laura Sherlock (Babypause), Alessa Thiel (Auslandsaufenthalt), Judith Büttner (Ellbogen), Sarah Bauer (Meniskus) aktuell auch Nadja Allendorf (krank). Wieder mit von der Partie ist die 16-jährige Torfrau Melissa Kirchner. „Uns fehlt inzwischen fast eine komplette Mannschaft! Trotzdem gehen wir optimistisch in das Spitzenspiel und wollen dem Tabellenführer so Paroli bieten. Schauen wir mal, wie lange uns das gelingt.“, sagt TSG Trainer Henry Kaufmann.

Das Spiel findet am Samstag, den 17.02.2018 um 15:30 Uhr in der Sporthalle Elsäßer Platz, Klarenthaler Straße in Wiesbaden statt.